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2. Jan. 2010
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Es war Freitag, ein lauer Sommerabend Ende Juni 2005. Den ganzen Tag brannte die Sonne unerbittlich von einem wolkenlosen Himmel und hatte die Atmosphäre aufgeheizt. Es müssen wohl weit über 30 Grad gewesen sein. Ricardo fuhr in angespannter Vorfreude, mit seinem weinroten Rover Mini, nach einer harten Arbeitwoche übers Land und wollte einen Freund besuchen.

Er hatte sich wohlweißlich nicht angemeldet, denn es sollte eine Überraschung werden. Um Zeit zu sparen, nahm er die Abkürzung durch den Wald, über die Berge. Vor ein paar Jahren fuhr er die Strecke schon mal, eine verdammt einsame Gegend. Ricardo hatte gerade seinen 35. Geburtstag gefeiert. Mit 1,52 m war er nicht gerade ein Riese von Wuchs und dazu noch ein schmächtiger Kerl. Bei seinem Schreibtischjob, interessierte das glücklicherweise niemanden. Problematischer war es da schon, eine passende Frau zu finden. Die meisten der Schönen, überragten ihn um mehr als einen Kopf und spielten in einer höheren Gewichtsklasse. In der Vergangenheit, gab es da so manch ernüchternde Vorstellung. In letzter Zeit, stürzte er sich aber voll in die Arbeit und scherte sich nicht um irgendwelche Weibergeschichten. Plötzlich begann zwölf Kilometer nach der Abbiegung, der Motor zu stottern. Ricardo befand sich gerade mitten im Nirgendwo, zu beiden Seiten nur undurchdringlicher Wald. Die Berge hatte er hinter sich gelassen und nun folgte ein ausgedehntes Waldstück. Sehr oft fuhr er hier nicht lang und die Strecke war allgemein nicht stark befahren. Während der gesamten Zeit, kam ihm nicht ein einziges Auto entgegen. Dann gab der Motor endgültig den Geist auf. Das war ihm total unklar, zumal der Wagen gerade erst zur Durchsicht war. Ricardo ließ ihn ausrollen, bis er vor der nächsten Anhöhe am Fahrbahnrand zum Stehen kam. „Verfluchte Scheiße. Das kann doch wohl nicht wahr sein.“ Aufbrausend schlug er mehrmals mit der flachen Hand auf das Lenkrad, stieg zornentbrannt aus und öffnete die Motorhaube. Schnell musste er sich eingestehen, dass bei der komplizierten Technik nichts zu machen war. Resignierend ließ er die Haube ins Schloss fallen. Neue Hoffnung schöpfend, nestelte er sein Handy aus der Hosentasche. Der ADAC wird ihm ganz sicher helfen oder ihn im schlimmsten Fall kostenlos abschleppen. Schließlich war er seit einigen Jahren Mitglied und hatte immer artig seinen Beitrag gezahlt. Euphorisch klappte er sein Handy auf, wählte hastig die Nummer und hielt es erwartungsvoll ans Ohr. Es tat sich aber nichts. Zu seinem Leidwesen musste er feststellen, dass er in dieser gottverlassenen Gegend keinen Empfang hatte. „Himmel, Arsch und Hühnerkacke! Auch das noch. Das hat mir gerade noch gefehlt! So eine verdammte Scheiße!“ Fluchte er lautstark und stampfte mit den Füßen auf den Asphalt, als wollte er einen alten Indianertanz zum Leben erwecken. Nach dem er sich wieder einkriegte, überlegte er einen Moment. „Was mache ich jetzt? Hier kommt doch kein Arsch vorbei und bis zum nächsten Ort sind es mindestes 30 km. So ein Mist!“ Zwanzig Minuten lehnte Ricardo genervt am vorderen Kotflügel, schaute mal nach links und mal nach rechst, in der Hoffnung, dass sich vielleicht doch noch jemand blicken läst. Heute schien es aber nicht sein Tag zu sein, denn es tauchte niemand auf. Nur ein Reh wechselte, einen Steinwurf entfernt die Straßenseite, hielt mitten auf der Fahrbahn inne und beäugte ihn neugierig. Scheinbar unbeeindruckt trotte es weiter und wurde vom Dickicht auf der anderen Seite verschlungen. Dann legte sich eine unheimliche Stille über die Wipfel der Bäume. Kein Lüftchen ging und kein Vogel zwitscherte. Die Sonne hatte sich schon längst hinter dem Horizont verzogen, so dass die Dämmerung unweigerlich über das weite Land hereinbrach. So recht mochte er sich mit dem Gedanken nicht anfreunden, den beschwerlichen und endlosen Weg, auf sich zu nehmen. Was hatte er aber sonst für Alternativen? Er könnte in dem winzigen Auto übernachten, aber das wäre äußerst unbequem. So entschloss er sich für den Gewaltmarsch. Wenn er ordentlich in die Hacken spuckt, würde er ungefähr um 3.00 Uhr die Ortschaft erreichen. Ricardo raffte das Nötigste zusammen und machte sich auf die Socken. Nach einer halben Stunde und zahlreichen Kurven, kam er an einen Schotterweg. Ungefähr hundert Meter führte er geradeaus in den Wald und verlor sich dann nach links. Er fragte sich. „Wo mag der wohl hinführen?“ Dann wollte er schon weiter marschieren, als ihm ein altes verwittertes Schild ins Auge fiel. Es hing auf halb acht und war an einem vermoderten Holzpflock genagelt. Die schwarze Blockschrift auf weißem Untergrund, war kaum noch leserlich. Darunter war ein Pfeil aufgemalt, der früher sicherlich in Richtung des Weges deutete. „Zum Waldschloss“ Ricardo näherte sich vorsichtig, neigte den Kopf und entzifferte die Buchstaben. Das war äußerst merkwürdig. Von so einem Schloss, hat er in dieser Gegend noch nie was gehört. Er konnte sich auch nicht erinnern, auf irgendeiner Karte was gesehen zu haben. Na egal, was soll schon passieren, wenn er mal nachschaut. Sehr weit kann es ja nicht sein und mit etwas Glück, wird man ihm dort weiterhelfen. Etwas besser gelaunt, machte er sich auf den Weg ins Ungewisse. Nach der ersten Biegung erstreckten sich weitere hundert Meter. Dann ging es nach rechts. Ricardo war fest davon überzeugt, dass hinter der nächsten Kurve etwas auftaucht. Flankiert von zunehmend dichter werdendem Gestrüpp, verjüngte sich der Weg allmählich. Das Tageslicht schwand rapide. Bald konnte er sich nur noch am abendlichen Himmel orientieren, der einen deutlichen Kontrast, zu den verzweigten Kronen der uralten Eichen bildete. Hinter der nächsten Ecke, waren es noch mal hundert Meter und wieder gab es von dem ersehnten Ziel keine Spur. Berechtigte Zweifel kamen auf. Ricardo war aber noch fest entschlossen und wollte nicht das Handtuch werfen. Mitgezählt hatte er nicht, aber es müssen einige Kurven gewesen sein und es schien kein Ende zu nehmen. Der Weg schien sich unendlich lang, im Zickzackkurs durch die Botanik zu schlängeln. Das einzige Geräusch, was ihn ständig begleitete, war das knirschende Geröll unter seinen Füßen. So nach und nach wandelte sich der Weg zu einem schmalen Pfad. Jetzt verschmolzen auch die Baumkronen miteinander, so dass der Blick zum Himmel verwehrt blieb. Es wurde immer dunkler, bis er kaum die Hand vor Augen sah. Zu dumm, dass er die Taschenlampe im Auto hat liegen lassen. Ricardo war kurz davor, die Orientierung zu verlieren. Außerdem hatte er keine Ahnung, wie lange er unterwegs war, seit er die Straße verlassen hatte. Jetzt wurde ihm doch etwas mulmig und gerade als er vernünftigerweise die Umkehr in Erwägung zog, schimmerte ein Licht durch das Unterholz. „Das musste es sein!“ Frohlockte Ricardo und nahm es genauer in Augenschein. Aus seiner Position, erkannte er aber nur das Licht, dass mal stärker und mal schwächer aufglimmte. Er lastete es dem wuchernden Gestrüpp an und schlug sich tapfer hindurch. Spinnweben streiften sein Gesicht und wie bei einem Spießrutenlauf, peitschte ihn unzähliges Geäst. Unter seinem Hemd krabbelte etwas über seinen Rücken, doch das ignorierte er und setzte seinen Sturmlauf unbeirrt fort. Dann hörte er ein Geräusch, welches mit Sicherheit nicht von ihm stammte. Wochenlange Trockenheit hatte das Gehölz ausgedörrt. Es knackte nicht allzu weit entfernt. Dann spürte er den Atem einer unheimlichen Kreatur im Nacken. Ricardo erstarrte vor Angst und hielt den Atem an. Er lauschte furchterregt in die Finsternis und traute sich nicht, sich umzudrehen. Spielten ihm seine Sinne einen Streich? Jetzt war es wieder mucksmäuschenstill, als wäre nie was gewesen. Wenn überhaupt, war es wahrscheinlich nur ein auf geschrecktes Wildschwein, welches die Flucht ergriffen hatte. Ricardo versuchte damit seine Ängste zu verdrängen und marschierte mutig weiter. Das Licht rückte näher und näher. Da schoss es ihm durch den Kopf, dass es sich um ein Irrlicht handeln könnte. Vielleicht war es eine tödliche Falle. Aus Erzählungen wusste er, dass schon so mach einer dem Licht folgte und in sein Verderben lief. Ihm war nicht wohl bei dem Gedanken, doch Ricardo war nicht abergläubisch und verwarf diese Schauergeschichten.

Hals über Kopf hastete er durch den lichter werdenden Baumbestand. Einen Weg, gab es schon lange nicht mehr. Auf den letzten Metern übersah er einen halb vermoderten Stamm. Er stolperte und landete auf dem weichen moosbedeckten Waldboden. Unerschrocken rappelte er sich auf und rannte weiter, immer das Licht vor Augen. Dann endlich, stand er auf einer Lichtung. Völlig aus der Puste, schnaufte er und stützte sich auf die Knie. Als wäre er ein achtzigjähriger Greis, richtete er sich auf und blickte erstaunt auf das, was sich da vor ihm auftürmte. Da stand etwas, was es hier eigentlich gar nicht geben dürfte. Wie hingezaubert, ragte ein imposantes Gemäuer empor. Ein Schloss wie aus dem Märchenland. Die Dachlandschaft der herrschaftlichen Absteige zeigte sich als Silhouette, majestätisch eingerahmt vom glitzernden Sternenhimmel. Unbestritten, könnte es glatt aus dem Mittelalter stammen. Als hätte er eine Zeitschleuse übersprungen, die ihn um vierhundert Jahre in die Vergangenheit katapultierte. Das flackernde Licht, entpuppte sich als alte Petroleumleuchte an der Hintertür. Aus der ihm zugewandten Ecke, wölbte sich ein runder Turm mit Spitzdach, der alles überragte. Verdutzt registrierte er, dass in dem Schloss, auf allen drei Etagen die Fenster verdunkelt waren. Was hatte das zu bedeuten? Ricardo schlich sich auf leisen Sohlen an dem Turm vorbei, den felsigen Sockel am Giebel entlang zur Vorderseite. Eine breite Natursteintreppe führte zum Haupteingang. Der bestand aus einer riesigen zweiflügligen Tür, aus massiver Eiche. Seitlich erstrahlten zwei ähnliche Laternen in symmetrischer Anordnung, nur warfen diese zu seiner Verwunderung, einen rötlichen Schimmer über den Vorplatz. Eine kopfsteinbepflasterte Straße wurde beleuchtet, entfernte sich vom Anwesen und verschwand im Wald auf der gegenüber liegenden Seite. Das musste die aktuelle Zufahrt sein. Während er über einen alten Schleichweg kam, der wohl schon lange nicht mehr benutzt wurde. Ricardo verharrte fasziniert vor dem Portal und schüttelte ungläubig den Kopf. Wie aus zwei Eulenaugen, schimmerte diffuses bläuliches Licht durch vergitterte milchige Fenster, die in ovaler Form in die Türflügel eingelassen waren. Er wollte gerade zum Klopfen ansetzen, als ihn die gewaltigen Dimensionen ins Grübeln brachten. Bis in die Rundbogenspitze, waren es wohl an die fünf Meter. Der eiserne Türdrücker war so weit oben angebracht, dass er selbst auf Zehenspitzen kaum herankam. Er rätselte. „Wer um Himmelswillen wohnt hier? Ist er im Märchenwald gelandet und steht vor dem Haus der Riesen?“ Aus Besichtigungstouren wusste er, dass alte Schlösser und Burgen übermäßig große Türen und Fenster hatten, aber hier haben sie doch etwas übertrieben. Egal, wie dem auch sei. Ricardo nahm allen Mut zusammen und bullerte mit der Faust gegen das stabile Eichenholz. Sein Klopfen schallte durch die Empfangshalle. Er lauschte ein paar Sekunden, doch es tat sich nichts. Er hämmerte noch einmal energisch dagegen und wartete. Endlich, waren unüberhörbar schwere Schritte zu vernehmen. Jemand stieg eine Holztreppe hinab. Ein forsches Klacken näherte sich. Der Boden unter seinen Füßen vibrierte, so dass der kleine Mann angsterfüllt zurück wich. Ein Schlüssel drehte sich knackend und schrammend im Schloss, der Drücker senkte sich quietschend und die Tür wurde knarrend und schwerfällig aufgezogen. Ricardo traute seinen Augen kaum und war über alle Maßen verblüfft. Er hatte mit einigem gerechnet, aber das übertraf all seine Erwartungen. Schockiert starrte er geradewegs auf den Schritt einer hellblauen Jeanshose, der sich auf Augenhöhe befand. Die Hose saß verdammt eng und umspannte zwei stramme Schenkel, die wie Säulen einen festen und sicheren Stand vermuten ließen. Überwältigt und etwas eingeschüchtert, kletterte sein Blick über den Gürtel, an der Knopfleiste der braunen Bluse aufwärts. Erst als sein Kopf in den Nacken fiel, erkannte er das Ausmaß dieses gigantischen weiblichen Wesens. Die musste über zwei Meter groß sein und brachte mindestens 200 Pfund auf die Waage. Man kann nicht gerade behaupten, dass sie fett war, aber stabil gebaut war sie allemal. Eine echte Wuchtramme eben. Ihre dunkelblonden Haare verschlangen sich hinter der ernsten Mine, streng zu einem Dutt. Und trotz alledem war sie eine adrette Erscheinung. Sie musterte ihn von oben bis unten, stemmte die Hände in die Hüften, runzelte boshaft die Stirn und fragte. „Was willst du Zwerg?“ Ihre Stimme dröhnte Respekt einflößend und fegte wie ein Orkan über ihn hinweg. Zur Salzsäule erstarrt, hatte es Ricardo die Sprache verschlagen. Sein einziger Gedanke war, dass er nur nichts Falsches sagen sollte. Nach einer passenden Antwort ringend, bemühte er sich, ihr mit angemessener Höflichkeit zu begegnen. Nach einer kleinen Pause, sprudelte aber nur stotterndes Gestammel über seine bebenden Lippen. „Ich, … ich, … ich, … da, … da, … auf de … de … der Straße, bi … bi … bi … bin ich liegen geblieben. Ich hatte ein Panne.“ Spritzte es zum Ende des Satzes aus ihm heraus. „So, so! Eine Panne. Na gut. Komm rein und setz dich. Ich gebe der Hausherrin bescheid.“ Sie trat zur Seite und wies ihn an, einzutreten. Mit einer Handbewegung deutete sie auf einen riesigen klobigen Holztisch, an dem mindestens dreißig oder mehr Personen Platz finden. Die akkurat ausgerichteten, verschnörkelten und gepolsterten Stühle waren für seine Verhältnisse etwas groß geraten, so dass er sich an einer Ecke mit Schwung hinauf hievte. So gut es ging, machte er es sich bequem und ließ die Beine baumeln. Plötzlich stand sie an seiner Seite und reichte ihm die gewaltigste Pranke, die er je bei einer Frau gesehen hatte. Die könnte glatt mit seinem Kopf Murmeln spielen. „Ich heiße Elvira und bin hier das Mädchen für alles. Möchtest du was trinken?“ Ricardo war überrascht von der höflichen Wandlung in ihrer Stimme. Vertrauensvoll legte er sein Patschhändchen hinein und lehnte dankend ab. „Ich bin Ricardo. Danke, ich möchte nichts.“ Daraufhin zuckte Elvira gleichgültig die Achseln und steuerte geradewegs auf die Treppe zu. Ricardo schaute ihr gebannt nach und bewunderte das bemerkenswert ausgeprägte Gesäß. Wohlgeformt und makellos, war es jedoch aus seiner Sicht einen Tick zu gewaltig. Trotzdem ertappte er sich, wie ihn seine wirren Fantasien übermannten. Wie wäre es wohl, wenn die sich auf ihn drauf setzt. Das hätte katastrophale Folgen. Da bliebe nur ein Fettfleck in ihrer Hose. Schweren Herzens riss er sich von dem Prachtexemplar los und ließ seinen Blick durch die beeindruckende Halle schweifen. Überwältigt von dem altertümlichen Charme, hatte es ihm vor allem das gotische Kreuzgewölbe angetan. Die Ausdehnung war unglaublich. Da würde ohne weiteres ein komplettes Einfamilienhaus hinein passen. Entsprechend hallten Elviras Schritte durch den leeren Raum, deren Wände nur ein paar Gemälde, Wandteppiche, und Leuchter zierten. Dann durchzuckte es ihn wie ein Blitz. Es drängte sich die nahe liegende Frage auf, was für ein Kollos die Dame des Hauses sein musste, wenn das Hausmädchen schon so ein Brummer war. Seine Bedenken verflogen jedoch rasch, als er die bezeichnete Lady erblickte. In einem lindgrünen Kleid und hochhackigen schwarzen Pumps, schritt sie Elvira auf der Treppe anmutig entgegen. Ihr figurbetontes Strickkleid, gestatte noch einen Blick auf die Knie. In der linken Hand hielt sie eine unheimlich lange Zigarettenspitze, an deren Ende ein weißer Stummel glimmte. Mit aufgesetztem Lächeln, ließ sie von oben herab eine erste Bemerkung fallen. „Na wen haben wir denn da? Was ist uns da für ein Vögelchen ins Nest geflattert? Elvira! … Du kannst jetzt Feierabend machen.“ Gab die Lady eine forsche Anweisung und bedeutete ihr mit einer unmissverständlichen Handbewegung, dass sie den Abflug machen sollte. Graziös und elegant, stolzierte sie über den schwarzweiß karierten Marmorboden und nahm Ricardo genau ins Visier. Sie war bezaubernd schön, musste um die 30 gewesen sein und war nicht darum verlegen, ihre ausgeprägten weiblichen Rundungen exzellent in Szene zu setzen. Die schwarzen lockigen Haare, umspielten ihre zarten und entblößten Schultern und wippten bei jedem aufreizenden Schritt. Hinter seinem Stuhl erreichte sie das Ende ihres Laufsteges und stoppte, stützte sich sanftmütig auf die Lehne und beugte sich herunter. Verführerisch liebreizend hauchte sie ihm ins Ohr. „Hallo Süßer! Du solltest unbedingt mal unseren Whisky probieren!“ Ohne eine Reaktion abzuwarten, stakste sie zur Stirnseite der Tafel und nahm selbstsicher Platz. Sie lehnte sich gönnerhaft zurück, schlug die Beine übereinander und genehmigte sich einen genussvollen Zug. Dabei ließ sie ihn keine Sekunde aus den Augen, als würde sie sich im Vorfeld ein exaktes Bild machen wollen. Oder hegte sie Befürchtungen, dass Ricardo sich aus dem Staub machen könnte? Ganz bestimmt nicht. Sie war sich ihrer Sache genau so sicher, wie dass am nächsten Morgen die Sonne aufgeht. Sie spürte, dass er ihr bedingungslos ergeben war und sie leichtes Spiel hätte. Und damit traf sie voll ins Schwarze, denn Ricardo war längst außer Gefecht gesetzt und klebte wie gefesselt an seinem Stuhl. Er war gefangen von dem bezaubernden Wesen und schwebte auf einer Wolke der Sinnlichkeit. Unfassbar, dass er mit solch einer wunderschönen Göttin Visavis am Tisch saß. Dabei ging ihm völlig ab, dass sie mit ihren 1,80 m mindestens eine Nummer zu groß war. Ricardo verwarf all seine Bedenken und schloss die Augen vor der lauernden Gefahr, die ihn umgab. Ihre raffinierte Falle hatte zugeschnappt, aus der es kein Entrinnen gab. Er hätte sich sofort in sie verlieben können und würde alles für sie tun. Doch alsbald stürzte es ernüchternd auf ihn ein, dass er ihr niemals das Wasser reichen könnte. Ricardo suchte klare Gedanken.

Es viel ihm aber nicht leicht. Aus dem Unterbewusstsein appellierte die Vernunft, sich höllisch in Acht zu nehmen. Hier geht es nicht mit rechten Dingen zu. Doch Ricardo stand auf verlorenem Posten. Die Fronten brachen auf ganzer Linie. Er wurde in Windeseile überrannt. Der Verstand hatte versagt und den willenlosen Begierden kampflos das Terrain überlassen. Mehr und mehr wurde er in ihren Bann gezogen. Sie hatte ihn mit Haut und Haar um den Finger gewickelt. Schwermütig hing Ricardo wie eine Klette an ihren funkelnden Augen, die das Kerzenlicht der Tischleuchter reflektierten. Siegessicher ließ sie den Rauch in einer langen Säule zur Decke steigen, wandte sich ihm zu und brach das Schweigen, unterkühlt und ohne eine Mine zu verziehen. „Ich heiße Madeleine und du?“ Ricardo war hin und her gerissen von dem lieblichen Singsang und antwortete mit Verzögerung, als sei er aus einem Traum gerissen worden. „Ricardo.“ „Und weiter?“ „Ricardo Baumann.“ „Was verschafft uns die Ehre deines Besuches, Ricardo?“ „Ich hatte eine Panne. … Vorne auf der Landstraße. Ich wollte zum nächsten Ort laufen und dann habe ich dieses Schild gesehen.“ … Er holte tief Luft und fuhr aufgeregt fort. „In der Hoffnung, hier jemanden anzutreffen, der mir helfen könnte, folgte ich dem Hinweis.“ Madeleine winkte ab. „Ach ja, dieses Schild. Es sollte schon längst verschwunden sein. Du bist also über die alte Zufahrt gekommen. Die wurde schon Jahrzehnte nicht mehr benutzt und ist teilweise völlig zugewachsen. Ein Wunder, dass Du uns überhaupt gefunden hasst. Wie kann dir geholfen werden, kleiner Mann?“ „Wenn es ihnen nichts ausmacht, würde ich gerne mal telefonieren.“ „Ich bedaure, aber die Leitung ist momentan gestört. Heute Vormittag haben Waldarbeiter einen Telegraphenmast erwischt. Vor Montag wird da nichts passieren.“ Mit nachdenklicher Mine äußerte sich Ricardo etwas betroffen. … „Das ist sehr bedauerlich, aber die Handys funktionieren doch, oder?“ „Ich fürchte nein. Tut mir Leid, Ricardo. Mit dem Handy hat man hier keinen Empfang. Ich denke, es wird das Beste sein, wenn du hier übernachtest. Morgen früh sehen wir dann weiter. Bevor wir Schlafen gehen, sollten wir noch einen Schlummertrunk nehmen. Der wird dir gut tun, Ricardo! Was meinst du?“ Madeleine ließ ihren ganzen Charme spielen und setzte sogar ein beinahe ehrlich wirkendes Lächeln auf, so dass es ihm gar nicht in den Sinn kam, einen Korb zu verteilen. „Okay! Hab ich denn eine Wahl?“ Madeleine ließ die Frage für den Moment im Raum stehen, lächelte schelmisch und konnte sich einen hämischen Seitenhieb nicht verkneifen. „Du könntest natürlich auch bei Nacht und Nebel durch die Finsternis irren. Das willst du aber nicht wirklich oder?“ „Nein, dass wäre keine gute Idee. Also gut, …sie haben gewonnen. Ich bleibe über Nacht.“ „Schön. Das freut mich.“ Gab sie wohlwollend, mit äußerst zufriedener Mine zu verstehen und lehnte sich triumphierend zurück. Ricardo zog die Stirn in Falten. „Sagen sie Madeleine! Was ist das hier für ein Objekt? Wem gehört es und was geschieht hier?“ Madeleine setzte sich auf, stemmte ihre Ellbogen auf den Tisch, faltete die Hände ineinander und zog ihre Augenbrauen aufhorchend nach oben. „Das sind ne ganze Menge Fragen.“ Ihre Zungenspitze benetzte die Lippen, dann antwortete sie aber sachlich und gefasst. „Nun, …das Schloss wurde 1785 von einem Herzog erbaut. Vor zehn Jahren riss es sich ein stinkreicher Typ unter den Nagel, der hier nicht näher genannt werden möchte. Seit dem führen wir es als so genanntes Fraueninternat oder Therapiezentrum für Bedürftige. Wie man es auch immer nennen möchte.“ Tat sie es oberflächlich ab und fuhr fort. „Etwas über vierzig Frauen sind hier untergebracht. Einige von ihnen schon viele Jahre. Mehrmals täglich stehen diverse und wirkungsvolle Behandlungen, züchtigende Übungen und spezielle Prozeduren, für besonders schwere Fälle auf dem Programm. Zum Glück sind wir auf Grund vorhandener technischer Ausrüstungen nach modernstem Standart und ausgeklügelten Finessen in der Lage, jedwedes auch noch so bizarre Verfahren anzubieten und zu praktizieren. Vielleicht bleibt morgen ja noch etwas Zeit, für eine kleine Führung.“ Madeleine sah auf die Uhr. „Es ist spät geworden. Ich würde sagen, wir trinken einen Whisky und gehen dann zu Bett!“ Ricardo verstand nur Bahnhof und war nicht schlauer als vorher. Eigentlich war es ihm auch egal und vielleicht sollte er es lieber dabei bewenden lassen. Ganz so naiv war er schließlich nicht und konnte eins und eins zusammenzählen. Hier handelte es sich wohl eher um ein extravagantes Freudenhaus, welches sie geschickt zu umschreiben versuchte. Madeleine sprang auf, schwenkte zur Bar hinüber und erwähnte nebenbei. „Es ist ein sehr edler Tropfen. Ich kann ihn nur wärmstens empfehlen.“ Kurz darauf klimperten die Eiswürfel in den Gläsern. Aus einer bereitgestellten Kristallkaraffe füllte sie den Whisky ein und würdigte ihn beiläufig mit einem verschmitzten Blick über die Schulter, als würde sie etwas im Schilde führen. Mit den Gläsern in den Händen, machte sie auf dem Absatz kehrt und kam zurück. Begleitet von dem unwiderstehlichsten Lächeln, reichte sie ihm ein Glas und sagte. „Zum Wohl, mein kleiner Ricardo!“ „Danke. Zum Wohl Madeleine!“ Ricardo starrte sie unentwegt an und schmolz wie Butter in der Sonne dahin. Schüchtern nippte er am Glas, schmeckte das milde und liebliche Aroma und versuchte mit mäßigem Erfolg eine Kennermine vorzutäuschen. Er verteilte den Whisky über den Gaumen und leckte sich genussvoll die Lippen. „Mmmhh, den kann man anbieten. Das ist kein billiger Fusel. Das ist wirklich ein guter Tropfen!“ Was besseres viel ihm auf die Schnelle nicht ein und so hoffte er, dass sein Kompliment ihren gehobenen Ansprüchen genügte.“ Anerkennend und mit süffisantem Lächeln nickte Madeleine und hob das Glas. „Glaube mir mein lieber Ricardo, du wirst schlafen wie ein Baby.“ Ricardo stürzte den restlichen Whisky herunter und ließ sich auf seinen Stuhl fallen. Ein wohltuender wärmender Schauer durchzog die Magengrube. Dem folgte ein beruhigender Schleier, der sich sanft auf seine Seele legte. Ein Schwall quälender Müdigkeit stieg in ihm auf und mündete in gähnender Schläfrigkeit. „Verzeihen sie mir, ich möchte nicht unhöflich erscheinen, aber es war ein langer und aufregender Tag. Ich würde mich jetzt gerne zurückziehen. Wären sie so liebenswürdig und zeigen sie mir mein Quartier!“ Zu seiner Verwunderung, verschwamm ihr holdes Antlitz zu einer Furcht einflössenden Fratze. Die Konturen zerflossen und schwappten ineinander. Er rieb sich die Augen und schüttelte den Kopf, doch es wurde nicht besser. Er gab sich die größte Mühe standhaft zu bleiben und ließ sich die Sinnestäuschung nicht anmerken. „Ich denke, es wird höchste Zeit!“ Brachte er noch heraus, dann versagte ihm die Zunge den Dienst.

Einem treuen Hund gleich, trottete er hinter ihr her und schleppte sich mit letzter Kraft die Treppe rauf. Er wankte durch eine offene Tür und kurz bevor ihm endgültig die Sinne schwanden, fiel er saft- und kraftlos auf das vorbereitete Nachtlager. Dann wurde es dunkel und still. Als Ricardo träge erwachte und sich seine Wahrnehmung Tröpfchen für Tröpfchen wieder herstellte, fand er sich auf dem Rücken liegend in einem komfortablen Bett. Geschwächt und leicht benommen, versuchte er sich zu orientieren. Er kniff die Augen zusammen und riss sie ruckartig auf. Doch es blieb neblig und verschwommen. Endlich legte sich ein Himmelbett in Struktur, mit dunkelbraunen gedrechselten Säulen, die einen hölzernen Rahmen stützten. Umlaufend wurde der von gerafftem weinrotem Samt flankiert, den wiederum eine weiße Bordüre aus feinster Spitze zierte. Die Unterseite zeigte einen nächtlichen Himmel mit endlos vielen Sternen und aus der Mitte grüßte der leuchtende Mond in Form einer Sichel. Der Tag war bereits angebrochen, doch die Verdunkelung tauchte den Raum in schummriges Licht. Wie spät mochte es sein? Ricardo wollte sich am Kopf kratzen, da fuhr ihm ein Schauder unter die Haut, als träfe ihn ein kribbelnder Stromschlag. Was war das? Seine Hände waren mit soliden Hanfstricken, stramm und unnachgiebig an den Pfosten fixiert. Mit fürchterlichem Entsetzen spürte er, dass es seine Beine das Schicksal teilten. „Was soll das? Was geht hier vor? Was läuft hier für eine Scheiße!“ Murmelte er vor sich hin und zerrte protestierend an den Fesseln. Doch die blieben standhaft und gaben nicht nach. Ein leises und schadenfrohes Kichern, aus einem der hinteren Winkel, drang an sein Ohr. Nur schemenhaft zeichneten sich zwei Personen ab, die an einem Tisch in der hintersten Ecke saßen. Mal klangen die Stimmen honigsüß und betörend, dann wiederum wie bei unreifen Schulmädchen, die sich über ihren Lehrer lustig machten. Allmählich nahmen die unscharfen Bilder Gestalt an und ordneten sich den Stimmen zu. Es waren tatsächlich zwei junge Mädchen, die angeregt und belustigt hinter vorgehaltener Hand miteinander tuschelten. Anscheinend bemerkten sie, dass er sie erkannt hatte und sich seiner prekären Lage bewusst wurde. Eingehüllt in rosarote und pinkfarbene Satinmorgenmäntel mit flauschiger Halskrause, lümmelten sie leger mit übereinander geschlagenen Beinen in der bequemen Polstergarnitur. Was haben die vor? Eine erschreckende Vorahnung beschlich ihn, als sich die zauberhaften Geschöpfe erhoben und wie von Geisterhand geführt, zu beiden Seiten der Spielwiese Stellung bezogen. Sie zündeten die roten Kerzen an, die auf den nebenstehenden Nachtischen in rustikalen, auf Hochglanz polierten Messinghaltern steckten. Der altertümlich eingerichtete Raum, füllte sich mit wärmendem Licht. Als sich die Mädchen aufrichteten, erstrahlte ihre makellose Schönheit in vollem Glanz. Trotz seiner misslichen Lage, war er hin und her gerissen und verbannte die allgegenwärtige Bedrohung aus seiner Wahrnehmung. Wie aus dem Katalog lächelten ihre bildhübschen Gesichter und zwinkerten sich hinterhältig zu, bevor sie sich dem Objekt ihrer zügellosen Begierde widmeten. Provokativ zogen sie synchron an den Halsbändern, die zu einer Schleife gebunden waren. Mit dem Gewand, welches zart ihre Schultern umspannte, ließen sie die Hüllen fallen. Ricardo verfolgte das stimulierende Schauspiel in höchster Erregung und mit offenem Mund. Ein wolllüsterner Strom flutete seinen Körper bis in die Zehenspitzen. Seine Pupillen sprangen wild von links nach rechts und wieder zurück. Unübersehbar wölbte sich unter der Decke ein Kegel. Wie bei einem aktiven Vulkan, rumorte es im Inneren und kündigte eine verheerende Eruption an. Sollte er dagegen ankämpfen oder sich treiben lassen? Die Entscheidung war längst gefallen. Sein Willen war gebrochen. Er hatte sich mit Leib und Leben dem Feuer verschrieben, auch wenn es ihn ein für allemal verzehren sollte. Und es war keine Fatahmorgana oder gar ein Traum, es war die blanke Realität und es geschah jetzt und hier. Ricardo ließ sich von dem Strudel erfassen und von der Woge der Lust mitreißen. Und wenn es das Letzte wäre, was er auf dieser Welt erleben sollte. Zumindest würde er sich mit einem irre geilen Paukenschlag verabschieden. Die beiden Engel standen an seinem Bett und ihre weiblichen Reize waren nur noch bedeckt von Stoff sparenden Dessous. Feinste Spitzenhöschen in weinrot und schneeweiß, schlangen sich um ihre prallen Popos und bildeten einen hinreißenden Kontrast zur dezent gebräunten Haut. Ihr Dekolletee drängte nach außen, dehnte und streckte sich, so dass das filigrane Model beim Rekeln zu bersten drohte. Lustvoll rieben sie mit ihren Händen das üppige Fleisch und leckten sich begierig die Lippen. Wie auf ein Zeichen knieten sie sich auf die Bettkante und tasteten sich wie Raubkatzen, auf sanften Pfoten an ihr Opfer heran. Dabei fauchten sie durch die geschlossenen Zähne und krallten sich in das Betttuch. Die blonden und roten Strähnen ihrer zotteligen Mähne, fielen auf das Laken und schlangen sich wie ein Vorhang um ihre zart gegliederten Arme. Ricardo stockte der Atem, als sich die traumhaft biegsamen Körper, unaufhaltsam auf ihn zu bewegten. „Oh mein Gott, …was geht hier ab? Das glaubt mir doch kein Mensch.“ Ricardo rang sich ein schüchtern gehecheltes „Hey“ ab. Daraufhin schauten sich die fabelhaften Wesen überrascht an und erwiderten sein unerwartetes entgegenkommen. Zuerst reagierte die Blonde und hauchte verführerisch. „Hey! Ich bin Nadine.“ Dann stand ihr die Rothaarige um nichts nach. „Hey! Und ich bin die Susi.“ Sie kicherten, setzten sich auf und rutschten mit den Knien bis unter seine Achselhöhlen. Beidseitig türmten sich äußerst lebendige, fleischige Rundungen über seinem Sichtfeld. Der betörende Duft hüllte ihn ein und benebelte seine Sinne endgültig. Zu gern hätte er sie berührt und angefasst, aber dieses Vergnügen war ihm leider nicht vergönnt. Nadine und Susi trieben es auf die Spitze und beugten sich über ihm zueinander. Perplex und tatenlos musste er mit ansehen, wie sich ihre Lippen zärtlich berührten, die Zungen miteinander tanzten und ihre abstehenden Brüste schamlos um die Vorherrschaft rangen. Ohne voneinander abzulassen, entledigten sie sich ihrer Oberteile. Die voluminösen Fleischberge prallten nun entblößt und ungebremst aufeinander. Wie lange sollte er hier schmachten und diese Folter ertragen? Das war unendlich grausam, ihn derart leiden zu lassen und er litt fürchterlich. So sehr er sich auch mühte und seine Zunge wie eine zischende Schlange reckte, die ersehnte Berührung blieb aus und so siedelte sich sein Verlangen bedauerlicherweise, im Reich der Wunschträume an. Dabei schien die Erfüllung zum Greifen nah und blieb doch unerreichbar. Erschwerend kam hinzu, dass sich Nadine mit ihrer linken Hand auf seine Stirn stützte und ihn zurück ins Kissen drückte. Somit erlitten seine unermüdlichen Bestrebungen einen herben Dämpfer. Tief getroffen, wurde er zur Randerscheinung dieser übersinnlichen Darbietung degradiert. Doch dann geschah das Unfassbare, was er kaum noch zu hoffen wagte. Mit starrem Blick sah er, wie das in Wallung geratene Fleisch, einem gewaltigen Erdrutsch gleich, auf ihn nieder plumpste. Sein geiferndes Gesicht versank in warmer und weicher Masse. Für den Bruchteil einer Sekunde erhaschte er ganz intensiv den Duft, dann blieb die Luft weg und es wurde finster. Von beiden Seiten walkten die Ballons, wobei sich seine Nasenspitze immer tiefer bohrte. Machtlos musste er es hinnehmen und hoffte, dass die Mädels nicht austicken und er dabei verreckt. Es wäre jetzt an der Zeit, nach Luft zu schnappen.

Doch für den Moment blieb sein Mund versiegelt. In der Hoffnung, einen winzigen Spalt zu finden, versuchte er es trotzdem und saugte sich fest. Ein atemberaubender Moment. Die Mädchen scherten sich nicht im Geringsten um sein Elend und hatten einen höllischen Spaß. Instinktiv begann Ricardo an den Fesseln zu zerren, bäumte sich nach Leibeskräften auf und wand sich wie ein Regenwurm, der mit einem Ende unter die Sohle eines Stiefels geraten war. Sein verzweifeltes Aufbegehren entging den Mädels jedoch nicht und so gaben sie ihn notgedrungen frei. Wie ein Ertrinkender, der aus der Tiefe auftaucht, schnappte er begierig nach Luft. Seine Erholungsphase sollte aber nur von kurzer Dauer sein. „Ricardo! Du kleines Bübchen! Was ist los? Du machst ja so ein bedrücktes Gesicht.“ Stellte Nadine ironisch fest und lachte hämisch. Sie blickte heimtückisch auf ihn nieder und ließ diesmal nur ihre pralle Oberweite auf sein Gesicht prasseln. Die riesigen Fleischberge nahmen ihn brutal in die Mangel und massierten ihn rundum, kraftvoll und unnachgiebig. Als wäre sein Kopf ein Würfelbecher, wurde er geschüttelt, dass ihm Hören und Sehen verging. Kaum ließ Nadine von ihm ab, malträtierten ihn die formschönen Auswölbungen der zuckersüßen Susi auf die gleiche Weise. Wenigstens wurde ihm während der kurzen Pausen gestattet, ausreichend Sauerstoff zu inhalieren. Allmählich fand er Gefallen an dem Spielchen und suhlte sich mit Hingabe in der beflügelnden Zeremonie. Der Saft schoss nun verstärkt in seine Lenden und verwandelte den zaghaften Keimling endgültig in einen prächtigen Stamm. Der seinerseits auf der Lauer lag, sich zu bewehren. Doch die Ehre wurde ihm noch nicht zu Teil, denn es stand nicht in seiner Macht. Ihm blieb also nichts weiter übrig, als in sehnsüchtiger Starre auszuharren. Unvermittelt hielten die Gespielinnen inne, richteten sich rekelnd auf und beäugten das hechelnde Bübchen. Susi leckte sich lustvoll die Lippen und verkündete. „Hat es dir gefallen du kleiner Wichtelmann? Das war nur die Ouvertüre zu einer vergnüglichen Serenade. Jetzt ziehen wir alle Register, um deine verirrte Seele in das rechte Licht zu führen.“ Mit diesen Worten riss sie die Bettdecke von seinem Leib und legte den nackten Körper bloß. Einem Stalagmiten gleich, reckte sich seine hoch explosive Primärwaffe, den heißen Schnecken entgegen. Die wiederum zeigten sich verzückt und bewunderten die Unverhältnismäßigkeit, ebenso wie seine unerschrockene Kampfbereitschaft. Wird er der scheinbar übermächtigen Streitmacht Paroli bieten können? Nadine rang sich eine respektvolle Huldigung ab. „Was für ein außergewöhnlich schönes Instrument. Sieht fast aus wie eine Flöte.“ Susi fuhr ihr in die Parade. „Quatsch! Ne Flöte ist doch viel zu dünn. Man könnte ihn wohl eher mit einer Oboe oder Klarinette vergleichen.“ Daraufhin konterte Nadine. „Dafür ist er aber nicht lang genug.“ Susi rundete das Thema ab. „Scheiß egal! Hauptsache Blasinstrument.“ Ricardo traute seinen Ohren nicht und dachte. „Was in Gottes Namen, labern die für einen Mist? Die sollen bloß aufhören zu quatschen und lieber das Instrument spielen.“ Wie auf Kommando, ließ Susi kitzelnd ihre Finger über seinen Bauch laufen, als wären der Mittel- und der Zeigefinger die Beine eines kleinen Mannes. Bis zum Schaft tippelte dieser über seine nackte Haut, dann packte sie zu. Kräftig schloss sich ihre Hand um seinen harten Stiel und drückte seinen Mantel nach unten. Als würde es sich um ein Eis am Stiel handeln, leckte sie gierig von allen Seiten. Ihre Zunge schlängelte sich wie eine Ringelnatter um das Objekt und schleckte durstig schlürfend jeden heraufkommenden Tropfen von der Spitze. Mit der anderen Hand tastete sie sich zwischen seine Schenkel, an das prall gefüllte Vorratslager. Harmonisch stimulierte sie die Nachkommenschaft und bereitete den Weg für die Spritztour. Ricardo versank in Glückseeligkeit und schloss genussvoll die Augen. Dieser ergreifende Moment sollte niemals enden und darum betete er inbrünstig. Seinen sinnlich geöffneten Mund, nahm Nadine als Einladung und legte zärtlich ihre Lippen auf die Seinen. Ihr Lippenstift schmeckte süßlich und ihr Atem umspülte ihn heiß. Mit geschlossenen Augen, nahm er wohlwollend ihre suchende Zunge auf, bis sie sich in liebevoller Umarmung inniglich vereinten. Während sie sich leidenschaftlich küssten, kraulte sie seine rasierte Brust und umkreiste sanft den zuckenden Bauchnabel. Am anderen Ende näherte sich Susi dem Höhepunkt der Serenade. Ihre Lippen saugten unermüdlich am oberen Ende, dann verschlang sie das ganze Instrument. Bis zum Anschlag tauchte es ein, so dass sich ihre Wange unverkennbar beulte. Begleitet vom betörenden Glockenspiel, trug es ihn beschwingt auf die nächste höhere Ebene. Logische Konsequenz, es war Gefahr im Verzug. Bei seiner Primärwaffe lief der Countdown gegen Null. Doch das ahnte Susi und gönnte ihm kurz vor dem Ablauf eine Verschnaufpause. Jedenfalls reichte es, seine Betriebstemperatur soweit herunterzufahren, dass ein neuer Akt beginnen konnte. Geschmeidig und nahezu unmerklich tauschten Nadine und Susi die Plätze. Unter diesen Umständen war es ihm scheiß egal, dass Susi eben noch seinen Schwanz lutschte und nun ihre Zunge im Hals den Kontakt suchte. Die Serenade bei Kerzenschein ging in den zweiten Akt und wieder schmolz er dahin. Diesmal schien es ihm unvorstellbar, dass der Countdown noch zu stoppen sei. Eigentlich war es ihm mittlerweile auch einerlei, wie und wann er sein Pulver verschießt. Wenn es Nadine drauf anlegt, dann bekommt sie die volle Ladung. Nicht zum letzten Mal, sollte Ricardo auf dem Holzweg sein. Während sich jetzt Nadine intensiv um den Gefechtskopf kümmerte, richtete sich Susi stilvoll auf. Sie arrangierte sich über ihm und platzierte ihre nackten Füße neben seinem Kopf auf dem Kissen. Biegsam wie eine Gummipuppe wiegte sie sich, als hätte sie einen Schmusesong im Ohr. Dann fuhren ihre Fingerspitzen ins Bündchen und schoben ihr heißes Höschen wie in Zeitlupe herunter. Immer tiefer rutschte der spärliche Fetzen und gab Ricardo den Blick auf das Allerheiligste frei. Was für eine zarte und liebliche Knospe erschloss sich seinem Auge. Susi lächelte schelmisch und ahnte wohin ihn seine Gedanken trugen. Das Spitzenhöschen blieb in ihrer Kniekehle hängen. Susi hob ein Bein und schlüpfte mit dem Fuß hindurch. Der andere folgte, dann fiel das herrenlose duftende Höschen auf sein verdutztes Gesicht. Freudig hielt Susi ihre Hand vor den Mund und kicherte. Vielleicht hätte Ricardo es einfach abschütteln können, aber warum sollte er? Es war nicht unangenehm und wer weiß, wann er mal wieder in solch eine Verlegenheit kommt. Somit genoss er den einmaligen Augenblick und nahm den Duft tief in sich auf. Dazu konnte er durch das löchrige Gewebe Susi heimlich beobachten. Schemenhaft erkannte er, wie sie ihren Fuß anhob, über sein Gesicht schwenkte und ganz langsam herabsenkte. Sie setzte den Ballen, mit mäßigem Druck auf seiner Nase ab. Durch die weiten Maschen, strömte der dezente Dunst ihrer nackten Sohle fast ungehindert und vermischte sich mit der aphrodisischen Note aus ihrem Höschen. Dann verlagerte sie ihr Gewicht nach vorne, kippte seine Nase zur Seite und belastete ihn nach gut dünken. Doch damit nicht genug, drehte sie ihren schlanken Fuß, als würde sie eine Zigarette austreten. Das war zu viel des Guten. Ricardo sah die ersten Sterne funkelten und seine Augen füllten sich mit Tränen. Ein quengelndes Gemurmel drang durch den Stoff. Das schien Susi aber nicht im Geringsten zu berühren, sie wechselte nur den Fuß und malträtierte ihn aufs Neue, diesmal in verschärfter Gangart. Ricardo jaulte auf und war ihren Späßen hilflos ausgeliefert. Dann hatte sie ein Einsehen und beendete die Tortour. Sie krallte das Höschen mit den Zehen, zog es von seiner geschunden Nase und schleuderte es in hohem Bogen zur Seite. Ihre Mimik verriet nichts Gutes und als hätte er es geahnt, sank sie langsam nieder. Sie machte es sich auf seiner Brust bequem und quetschte seinen Kopf wie in einem Schraubstock zwischen ihre Schenkel. Sein Gesicht wurde wie bei einem Faltenhund zerknautscht und die Lippen formten sich zu einem knutschwilligen Mund.

Ein kurzes lustvolles Zucken durchfuhr ihren Körper, als sein unrasiertes Kinn ihre zarte Knospe berührte und sich tiefer in die begehrenswerten Gefilde grub. Ihre hübschen Augen gerieten außer Sichtweite, als sie ihren Kopf stöhnend in den Nacken warf und ihr lockeres Haar beschwingt über den Rücken fegte. Die Brüste wippten ausladend, entgegen dem Schwung aus der Hüfte. Bei seinem zu gequollenen Gesicht und dem sich schließenden Spalt zwischen ihren muskulösen Schenkeln, war ihre Oberweite das Einzige, was er noch erblickte. So trieb Susi es ein Weilchen und schubberte sich immer heftiger an seinem rauen Kinn, wurde feucht und feuchter. Ihr zähflüssiger Saft leckte herunter und wurde von ihrem weichen Po über seinem Hals verrieben. Wie eine riesige Nacktschnecke, glitschte Susi jetzt über seinen Mund. Im Vorüberziehen, suchte Ricardos Zungenspitze blind nach der Räumlichkeit und pflügte aber nur durch den Eingangsbereich. Ungeniert zog Susi weiter, bis sie auf seiner Nase einen ganz geeigneten Rastplatz fand. Wie auf einer Zitronenpresse, quetschte sie sich gnadenlos und ungeniert auf das bemitleidenswerte Bübchen und rubbelte sich in Ekstase. Die Nasenflügel flutschten satt hindurch und gaben dann wieder der Zunge den Fortritt. Sein Bemühen, ihre ausgelassene Forschheit zu bremsen, verlor sich kläglich. Als wollte eine winzige Wüstenspringmaus, ein galoppierendes Rennpferd stoppen. Bedenkenlos ergab sich Susi den starken Gefühlen und benutzte ihren Sattel nach belieben. Rücksichtslos wälzte sie sich über sein Gesicht, krachte ungehemmt auf seinen Schädel nieder, als wäre es ein profilierter Barhocker. Sogar seine Atmung war ihr jetzt völlig egal. Ricardo rang verzweifelt nach Luft und drohte zu ersticken. Er nutzte jede sich bietende Gelegenheit, die jedoch immer spärlicher wurden. Zuletzt hatte sie ihn über eine Minute schmoren lassen. Ricardo versuchte, sich mit krampfhaften Zuckungen bemerkbar zu machen. Doch die beiden Teufel ignorierten es, flippten völlig aus und steigerten sich in einen Rausch. Nadine fühlte sich magisch von seinem knallharten Schwanz angezogen und Susi schubberte wie besessen auf seiner Schnute herum. Dann endlich zeichnete sich eine Wende ab, denn Susi ergoss sich in einem überschäumenden Höhepunkt. Aus der Mitte schwappte eine pulsierende Welle durch ihren nackten Körper und sprudelte bis in die Zehen- und Fingerspitzen. Sie erstarrte und bäumte sich auf, stemmte ihren Unterleib gegen das zerriebene Gesicht, des schmachtenden Bübchens. Dann rutschte sie wie bei einem Stapellauf von seiner Larve, blieb schnaufend auf seiner Brust sitzen und sackte erschöpft in sich zusammen. Obwohl seine Rippen unter ihr zusammengepresst wurden, versuchte Ricardo so viel Luft wie möglich in seine Lunge zu saugen. In Erlösung schwelgend, dachte der geschundene Knabe, dass das Schlimmste überstanden sei. Doch weit gefehlt. Wie aus dem Nichts, zauberte Nadine einen Kondom herbei und riss die Packung mit den Zähnen auf. Ein pinkfarbener Gummi schlüpfte heraus und wurde postwendend über seinen gefechtsbereiten Säbel gestreift. Die teuflischen Weiber tauschten die Plätze. Nun stellte sich Nadine breitbeinig über ihn. Sie präsentierte ihm allerdings die kurvenreiche Kehrseite und ließ die Muskeln spielen. Ihre prächtigen Hinterbacken hüpften, als würden sie abwechselnd einem Stromschlag erliegen. Eine Etage höher, wischte ihre lockige Mähne, über das ins Hohlkreuz gelegte, zart gegliederte Rückenprofil. Des Höschens hatte sie sich schon längst entledigt. In seinen Augenwinkeln zeichnete sich ab, dass Susi über seinem besten Stück kniete und es zwischen ihre Schenkel nahm. Bei der hohen Feuchtigkeit, flutschte er widerstandslos hinein und schon sackten ihre prallen Arschbacken auf seine Oberschenkel. Nadine zierte sich auch nicht lange und visierte sein Gesicht als Sitzplatz an. Ihre Pobacken schluckten das zierliche Köpfchen in einem Stück. Nicht das kleinste Haar schaute mehr heraus. Seine Nase tauchte zu seinem Leidwesen nicht in die begehrenswerte Grotte, sondern rastete weiter hinten ein und wurde brutal gequetscht. Nachdem sich Nadine eine Weile auf die Knie stützte und angeregt Susis entfesselten Ritt verfolgte, senkte sie ihre schlanken Beine und schob sie seitlich neben seinen Körper. Konnte er anfangs noch relativ bequem durch den Mund atmen, war es ihm jetzt nur noch sporadisch vergönnt. Der Druck wurde unerträglich. Jede ihrer Bewegungen schmerzte, als würde eine Walze sein Gesicht bearbeiten. Er konnte sich des Eindruckes nicht erwehren, dass sie ihn absichtlich quälte und ihre helle Freude daran hatte. Erschwerend kam hinzu, dass Nadine ihre Arme ruckartig hoch und runter riss und ihren Körper als lebenden Rammbock missbrauchte. Ricardo glaubte, dass soeben die Nase gebrochen sei, denn es knackte fürchterlich in seinem Kopf. Oder war es gar der Schädel, der dem enormen Gewicht nicht gewachsen war. Bei jedem Stoß, drang ein jämmerlich gequältes Stöhnen nach außen. Durch das ihn umschließende massige Fleisch, allerdings nur in gedämpftem Maße. Genüsslich wälzte sich Nadine auf ihrem menschlichen Sitz, summte ein Lied und ergötzte sich spitzbübisch an seinem leidvollen Gehabe. Susi hingegen feierte eine ganz andere Hochzeit. Seine Sperrspitze blieb standhaft und sorgte für ungeahnte Freuden. Sie ritt in feuriger Begierde dem aufflammenden Horizont entgegen und leckte sich losgelöst die Lippen. Immer wieder und immer heftiger. Als würde sie einen wilden Hengst zureiten und müsste acht geben, nicht abgeworfen zu werden. Dabei verirrte sich ihre Hand nach hinten, griff in die Weichteile und knetete sie durch. Jetzt versuchte sie sogar, die kleinen Knubbel unter sich zu schieben, um sie einen nach dem anderen, wie eine Nuss zu knacken. Ricardo schwanden die Sinne, Sterne funkelten und entgegen der stimulierenden Wirkung aus dem Genitalbereich, war sein Kopf ein einziger Schmerz. Allmählich wurde ihm klar, dass er aus diesem Dilemma nicht schadlos herauskommt. Entweder zerplatzt sein Schädel wie eine Wassermelone oder er muss grausam ersticken. Ricardo hatte schon die Hoffnung aufgegeben, als endlich Bewegung in die Geschichte kam. Nadine rappelte sich auf und hievte ihren Hintern vom Hocker. Ein Schmatzen, als würde ein Saugnapf von der Kachel gerissen. Sie kniete sich an seine Seite und legte ihre Hände artig in den Schoß. Dann kam sie ganz dicht heran, so dass er ihren Atem an der Wange spürte. Ihre leuchtenden Augen funkelten sadistisch und zeigten unmissverständlich, dass sie zu allem entschlossen war. Flüsternd hauchte sie ihm ins Ohr. „Na du kleiner Wurm! Wie ist es um deine Kondition bestellt? Ich hoffe, du hältst noch ein Weilchen durch. Du wirst mich jetzt zum Höhepunkt lecken und wehe dem du schaffst es nicht oder machst bei Susi vorher schlapp. Dann werden wir dir übel mitspielen! Ich werde mich wieder auf dein Gesicht setzen und Susi kommt auf meinen Schoß. Dann wirst du platt gemacht! Aus die Maus. Ende im Gelände. Hast du das kapiert?“ Noch bevor Ricardo sich dazu äußern konnte, brachte Nadine ihren Hintern in Position und quetschte sich auf seine nervös blinzelnden Augenlieder. Doch nur für Sekunden, dann kam sie wieder hoch. Diesmal galt es für das gefügige Bübchen, sich einer höheren Bestimmung hinzugeben. Sie rückte sich zurecht, so dass er bequem die eingeforderten Dienste verrichten konnte. Sich beinahe überschlagend und angsterfüllt, ließ Ricardo seine Zunge hastig tanzen. Stets die grauenvolle Vision vor Augen, schlabberte er an ihren unteren Lippen und schleckte mal mit der flachen Zunge und fuhr mal mit der Spitze durch die glatt rasierte Furche. An ihren stöhnenden Gesang, lehnte er die Intensität und Qualität seiner Arbeitsweise. Mal war er bemüht, die Frequenz hoch zu halten, dann streichelte er sie wieder sanft und zart. Hin und wieder spannte er den Muskel und bohrte seine Zunge so tief wie möglich in die heiße und immer feuchter werdende Grotte. Er wollte nichts unversucht lassen, um sie in höchstem Maße zufrieden zu stellen. Unterm Strich, traute er den verrückten Weibern schließlich alles zu. Zu seiner Verwunderung, stimulierte ihn die Androhung der tödlichen Folter, auf seltsame Weise. Ein berauschendes Kribbeln zog durch Mark und Bein, als würde ein Ameisenvolk unter seiner Haut ausschwärmen. Sein Säbel schärfte sich zur Rasierklinge, schlug sich tapfer und ermüdete nicht. Nach einer schier endlosen Phase der höchsten Belastungsstufe, schaffte es Ricardo zu seinem Erstaunen, dass die Frauen fast gleichzeitig in einem berauschenden Orgasmus aufgingen. Als würde bei ihnen eine Windrose durch den Körper fegen und prickelnd von innen nach außen stürmen. Instinktiv hackte Nadine wie ein Greifvogel, ihre scharfen Krallen in die Brust des geschundenen Bübchens und Susi schrammte ihm die Pelle von den Oberschenkeln.

Doch just in diesem Moment, wurde sein Munitionsdepot bis auf die letzte Granate verschossen, so dass ihn der beißende und kneifende Schmerz in abgeschwächter Form erreichte. Unglaublich, was für himmlische Gefühle ihn durchströmten und die vorherigen Leiden schlagartig vergessen machten. Er war überrascht, was für ungeahnte Talente in ihm schlummerten und nur darauf lauerten, aus dem Dornröschenschlaf wach geküsst zu werden. Beglückt und erschöpft rutschen seine Peinigerinnen vom Kutschbock und schmiegten sich überraschend zärtlich und liebevoll an seine Seite. Die bösen Engel schienen sehr zufrieden und streichelten ihr kleines Lustobjekt versöhnlich. Er selbst war schweißgebadet, fühlte sich ausgelutscht wie eine Bockwurstpelle und mochte keinen Finger rühren. Als hätte ihn ein Zug überfahren und in Stücke gerissen. In Anbetracht der schmusenden Kätzchen, wähnte sich Ricardo im sicheren Hafen und atmete erleichtert auf. Er war sich ziemlich sicher, dass sie ihn gleich losbinden und zur Tagesordnung übergehen würden. So kuschelten sie einträchtig wohl zwanzig Minuten miteinander und keiner sagte auch nur ein einziges Wort. Fast wäre Ricardo entschlummert, als sich Nadine plötzlich auf ihren Arm stützte, das wehrlose Opfer spielerisch in die Brustwarze kniff und zu Susi herüber sah. Aus ihren Augen sprühte wieder dieses bösartige Funkeln. Ricardo sträubte sich gegen den hinterhältigen Angriff und ächzte missbilligend. Nadine blieb völlig unberührt und rief über Ricardo hinweg. „He Susi!“ Susi hob schläfrig den Kopf und schaute sie fragend an. “Was ist los?” „Ich würde es trotzdem gerne probieren.“ „Was?“ „Nun ja, dieses neckische Spielchen, was wir ihm prophezeiten.“ „Willst du den armen Kerl fertig machen? Schau dir doch dieses Häufchen Elend an! Das steht er nicht durch!“ „Ach was. Das kann er ab. Das ist ein zäher Typ. Mal schauen, wie lange er durchhält?“ „Das ist ne heiße Kiste. Und wenn er abnibbelt?“ „Soweit wird’s nicht kommen. Na und wenn schon. Da kräht doch kein Hahn nach. Dann wird er fachgerecht entsorgt und gut.“ „Okay! Warum eigentlich nicht?“ Schockiert glaubte Ricardo im falschen Film zu sein. Er konnte es nicht fassen, was gerade über ihn hinweg entschieden wurde. Als wäre er ein Versuchskaninchen und müsste sich zum Wohle der Menschheit opfern. Aufbrausend machte Ricardo seiner Empörung Luft. „Seit ihr total durchgeknallt! Das könnt ihr doch nicht machen!“ Obwohl es sinnlos war, zerrte er widerborstig an den Fesseln. Nadine war darüber amüsiert und belächelte herablassend seine krampfhaften Bemühungen. „Schau dir doch mal diesen widerspenstigen Knopf an! Ich weiß nicht was das soll? Er kann doch sowieso nichts dagegen tun und sollte seine Kräfte lieber schonen.“ Nadine sah Ricardo fest und tief in die Augen und mahnte. „Schätzchen, bleib locker! Du wirst uns nicht den Spaß verderben!“ Susi hüpfte derweil vom Bett und kramte in einer Schublade der gediegenen Kommode unter dem Fenster. Freudestrahlend drehte sie sich um, schob die Lade mit einem Hüftschwung zu und präsentierte einen soliden Knebel. Als würde sie ihre neue Puppe zeigen, die sie gerade zum Geburtstag geschenkt bekam. „Sieh mal, was ich hier Schönes habe. Das wird lustig.“ Nadine nickte zustimmend und verlieh ihrer Begeisterung sichtlichen Ausdruck. „Das ist ne tolle Idee. Damit können wir zumindest schon mal sicherstellen, dass er durch den Mund keine Luft kriegt.“ Schon saß Susi auf seiner Brust und ließ den Knebel in diebischer Freude vor seiner Nase pendeln. Sein angsterfüllter Blick, stachelte die sadistischen Weiber zusätzlich an. Dazu gesellte sich ein erbärmliches Flehen und Betteln, was sich auch nicht gerade vorteilhaft auswirkte. „Bitte! Das ist nicht euer Ernst! Ich habe genug davon! Hört auf jetzt! Bitte, bitte! Ich werde auch nichts verraten. Bitte, lasst mich doch gggrrr …!“ Die letzten Worte erstickten unter dem Knebel, den ihm Susi äußerst brutal und kompromisslos zwischen die Zähne presste. Nadine verfolgte es mit Spannung und zuckte nur unberührt die Achseln. „Nun hab dich nicht so! Sterben müssen wir alle mal. Also warum nicht jetzt und hier? Wir sind geil drauf! Keine Sau wird uns daran hindern. Jetzt quetschen wir dir das Hirn aus dem Schädel, du Schwein! Dir ist hoffentlich klar, dass eben dein letztes Stündlein geschlagen hat! Gleich wirst du jämmerlich krepieren!“ Die entschlossene Ansage und der lüsterne Blick, führten ihm den Ernst der Lage vor Augen. Ihm wurde bewusst, dass wenn nicht noch ein Wunder geschieht, sein grausiges Schicksal besiegelt war. Susi zurrte den Knebel fest. „So du ekelige Missgeburt, jetzt hast du verspielt! Du darfst dir noch aussuchen, wer von uns beiden unten sitzen soll. Treff deine Wahl und nicke mit dem Kopf in die entsprechende Richtung!“ Ricardo schüttelte jedoch nur wütend den Kopf und brüllte panisch in den Knebel. Von dem Gestammel, war so gut wie nichts zu verstehen. Die hübschen Gesichter der Mädchen strahlten in Glückseligkeit. Sie amüsierten sich köstlich über sein zweckloses Aufbegehren und die verächtlichen Grunzlaute. Wie ein wild gewordener Alligator, wälzte sich Ricardo auf dem Laken. Seine vermeintlichen Todesengel ignorierten die spastischen Zuckungen mit kalter Schulter und gingen es an. Susi hielt seinen Kopf fest, damit sich Nadine gezielt draufsetzten konnte. Wenige Zentimeter über seiner Nasenspitze, die bereits an ihren Backen schrammte, hielt sie sich in der Schwebe, um seine Ängste zu schüren. Gerade als er glauben wollte sie machen nur Spaß, ließ sie sich brachial auf sein Gesicht fallen. Ihre Beine legte sie entspannt auf seinem Körper ab und rückte sich gemütlich zurecht. Sie saß nun mit vollem Gewicht und erwartete Susi auf ihrem Schoß. Unter ihr brubbelte und murrte es verbissen. Doch das störte die skrupellosen Weiber nicht. Sie legten es drauf an und nahmen das Risiko in Kauf. Susi rutschte über die geschlossenen Schenkel von Nadine und rammte ihren gewichtigen Unterleib in die Schnittstelle. Jetzt lastete das Gewicht von zwei ausgewachsenen Frauen auf seinem Köpfchen. Tausende Meißel hämmerten von innen gegen die Schädeldecke und gaben eindringlich das Zeichen, dass es fünf vor zwölf war. So makaber es auch klingen mag, sollte sein Schädel platzen, bleibt ihm wenigstens der Erstickungstod erspart. Doch seine weiche Birne erwies sich als äußerst robust und so wurde es mit der Luft langsam eng. Die ersten Überlebensinstinkte erwachten, die einher gingen mit hektischem Zerren und Aufbäumen. Die Henkersmägde ließ das jedoch kalt. Sie rührten sich nicht von der Stelle und belustigten sich über seine zwecklosen Befreiungsversuche. Ricardo mobilisierte die letzten Kräfte, krümmte sich leidvoll, versuchte sich herauszuwinden oder sie abzuwerfen. Es war aussichtslos. Die Last war einfach zu groß und gab nicht einen Millimeter nach. Er fühlte sich hilflos und von Gott und der Welt verlassen. Kurz darauf schwanden ihm die Sinne. Sterne funkelten und sein Schädel dröhnte wie ein Düsentriebwerk. Dann kam die Erlösung. Er spürte nichts mehr und erschlaffte. Das blieb den höllischen Damen zwar nicht verborgen, jedoch gerieten sie keineswegs in Panik. Ganz gemächlich ließen sie sich zur Seite kippen und gackerten wie die Hühner. Sie beruhigten sich aber schnell, als sie das Ergebnis erblickten. Ricardo gab keinen Mucks von sich. Auch die schallende Ohrfeige brachte nicht den gewünschten Erfolg. Nadine ließ sich zu einem etwas nüchtern ausfallenden Kommentar herab. „Das war echt der Hammer! Bei seinen letzten Zuckungen bin ich glatt noch mal gekommen. Was meinst du? Ist der Typ im Arsch?“ „Das sieht jedenfalls nicht gut aus. Mal sehen, ob ich ihn zurückholen kann.“ Reagierte Susi auf die taktlose Bemerkung ihrer Komplizin. „Okay! Ach ja, stimmt! Soweit ich mich erinnern kann, hattest du mal einen „Erste Hilfekurs“ gemacht. Na dann versuch dein Glück!“ Susi riss ihm den Knebel heraus, probierte es mit Mund zu Mund Beatmung und der Herzdruckmassage. Sie wiederholte es mehrmals. Es tat sich jedoch nichts. Kein Röcheln und kein Husten. War es schon zu spät? War das kleine Bübchen, schon auf dem Weg in die ewigen Jagdgründe? Doch dann ging plötzlich ein Ruck durch seinen Körper. Ein Keuchen und Japsen. Mit weit aufgerissenem Mund schnappte er begierig nach Luft. Susi hielt seinen Kopf und sagte. „Das war knapp. Es wäre fast schief gegangen. Dabei wollten wir dir nur Angst einjagen.“ „Das ist euch verdammt gut gelungen.“ Hustete Ricardo aufgekratzt und erleichtert zugleich. Nadine befreite seine linke Hand, zog sich rasch an und verschwand wie der Wind aus dem Zimmer. Susi war im Begriff ihr zu folgen, drehte sich noch mal um, legte den Finger auf den Mund und flüsterte. „Du verrätst es keinem, okay! Ruh dich noch ein bisschen aus und mach dich frisch! Um halb neun gibt’s Frühstück unten in der Halle. Wir erwarten dich.“

Mit diesen Worten schlüpfte sie durch die Tür und ließ sie hinter sich ins Schloss fallen. Dann wurde es still. Ricardo löste die übrigen Verbindungen zum Bettgestell und ließ sich auf den Rücken fallen. Er starrte auf den Sternenhimmel und ging in sich. Das war total verrückt. Die Weiber sind doch nicht ganz dicht. Wenn die alle so ticken, wird es das Beste sein, wenn er sich so schnell wie möglich vom Acker macht. Andererseits spürte er eine innere Befriedigung, die Neuland für ihn war. Es gab ihm einen ganz speziellen Kick. Vergleichbar mit einem Dieselmotor, bei dem sich ab einer gewissen Drehzahl der Turbo zuschaltet. Für den Hauch einer Sekunde ertappte er sich dabei, es noch einmal versuchen zu wollen. Ohne Zweifel, wäre es äußerst gefährlich. Heute hatte er Glück. Beim nächsten Mal, könnte es nicht so glimpflich abgehen. Darum war es wohl das einzig Vernünftige, sich sofort aus dem Staub zu machen. Ricardo überlegte nicht länger, hechtete sich aus dem Bett und sprang in seine Klamotten, die fein säuberlich auf einem Hocker aufgeschichtet lagen. Sogar seine Schuhe standen geputzt davor. Er zog die Vorhänge bei Seite, riss das Fenster auf und sah sich um. Die Luft war rein, kein Schwein zu sehen. Glücklicherweise führte neben dem Fenster ein Blitzableiter hinunter. Er kniete sich auf das Fensterbrett, klammerte sich an das kalte Metall und schwang sich rüber. Geschickt wie ein Äffchen kletterte er blitzschnell und reibungslos nach unten. Die Angst, entdeckt zu werden, saß ihm im Nacken. Darum sprintete Ricardo so schnell ihn die Beine trugen zum Wald, um vorerst im Dickicht Schutz zu finden. Vom Schloss hörte er Stimmen und eine Frau übertönte alle. „Er will türmen! Los Mädels! Hinter her! Ergreift ihn! Er darf nicht entkommen. Tod oder lebendig. Bringt mir diesen kleinen Stinkstiefel!“ Ricardo glaubte Madeleines Stimme erkannt zu haben und traute seinen Ohren nicht. Es klang so Furcht einflößend, dass er um sein Leben rannte, als wäre der Teufel hinter ihm her. Den Weg fand er nicht und so zog er im Eiltempo eine kleine Schneise durch den Wald. Zwanzig Minuten rannte Ricardo pausenlos über Stock und Stein und war mit den Kräften am Ende. Er hatte sich nicht einmal umgedreht und zu seiner Verwunderung den Weg, auf dem er gekommen war, nicht ein einziges Mal gekreuzt. Er glaubte einen ausreichenden Vorsprung zu haben und trudelte langsam aus, um zu verschnaufen. Er stützte sich erschöpft auf die Knie und als er nach vorne sah, erblickte er eine Lichtung. War das die Straße oder war er im Kreis gelaufen? Teufel noch mal, es kann doch wohl nicht sein, dass er schon wieder vor diesem ominösen Schloss steht? Vorsichtig tastete er sich heran und versuchte keinen Laut von sich zu geben. Dann kam die Erlösung. Das graue Asphaltband lag vor ihm ausgebreitet. Ricardo atmete erleichtert auf und lief die letzten Meter, als würde er über dem Boden schweben. Er staunte nicht schlecht, dass wenige Meter von der Stelle entfernt, wo er aus dem Wald trat, sein weinroter Rover Mini stand, als wäre nichts gewesen. Ein Motorengeräusch näherte sich aus südlicher Richtung. Es war ein alter Liederwagen, der die Landstraße heraufzuckelte. Der altersschwache klapprige Wagen hielt auf ihn zu und wurde langsamer. Ricardo überkamen Zweifel, ob es vielleicht die Leute vom Schloss waren. Ihm fiel ein Stein vom Herzen, als er durch die Frontscheibe das runzlige Gesicht eines alten Männleins ausmachte. Ein lustiges Pfeifchen klemmte in seinem Mundwinkel. Der Wagen hielt auf seiner Höhe und der alte Mann drehte die Scheibe runter. Er nahm das Pfeifchen aus dem Mund, legte seinen Arm lässig auf das Lenkrad und fragte freundlich. „Na Jungchen! Du hast wohl ne Panne? Komm, steig ein! Ich nehme dich mit bis zum nächsten Ort. Da gibt’s ne kleine Werkstatt.“ Ricardo war überglücklich, öffnete die Tür und stieg ein. Der Alte schaute ihn verdutzt an und fragte. „Warum bist du so außer Puste? Du hast doch nicht etwa versucht, deine Karre bis zur Stadt zu schieben? Das sind elende 30 km.“ „Nein. Natürlich nicht. Wenn ich ihnen das erzähle, glauben sie mir sowieso kein Wort. Ich bin aus dem Schloss geflohen, wurde durch den Wald gehetzt und habe sie abgehängt. Und was ich in dem Schloss erlebt habe, war total verrückt.“ Haspelte Ricardo in seiner Erregung. Der alte Mann runzelte fragwürdig die Stirn und schüttelte den Kopf. „Von wem wurdest du verfolgt und von was für einem Schloss redest du? In dieser Gegend gibt es weit und breit kein Schloss. Nicht mal ein gottverdammtes Gutshaus. Ich muss es wissen, denn ich lebe seit meiner Kindheit hier.“ Ricardo kam ins Grübeln, verdrehte ungläubig die Augen und hatte dann die Eingebung. „Das kann nicht sein! Warten sie! Hinter der nächsten Ecke kommt dieser Weg und da gab es ein Schild. Ich weiß es genau. Ich habe es mit eigenen Augen gesehen.“ Der Alte ging vom Gas und rollte langsam um die Kurve. Ricardo schaute aufmerksam aus dem Fenster und folgte akribisch dem Verlauf des Straßenrandes. Doch es tauchte weder ein Schotterweg auf, noch entdeckte er das alte verwitterte Schild. „Das ist sehr merkwürdig.“ Stammelte er, schaute den alten Mann verwirrt an und zuckte die Achseln. Der Alte deutete flüchtig mit seinem Finger auf Ricardos Stirn und fragte. „Hattest du einen Unfall? Da oben ist ne böse Schramme und Blut lief übers Gesicht. Du musst dich ziemlich doll gestoßen haben. Wahrscheinlich warst du bewusstlos. Da hat man schon mal wirre Träume.“ Der alte Mann schüttelte sich vor Lachen und trat aufs Gaspedal.

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